Gehen Sie noch heute in ein beliebiges Geschäft in Großbritannien, und Sie werden Reihen von bunten Flaschen sehen, die mit "Kombucha" beschriftet sind. Es ist zum Getränk der Wahl für Gesundheitsbewusste geworden, aber nur wenige wissen tatsächlich, was es ist. Ist es ein Tee? Ist es ein Apfelwein? Ist es nur sprudelnder Essig?
Bei Whole Foods Earth betrachten wir gerne die Biologie. Kombucha ist ein fermentierter Tee, aber im Gegensatz zu einem Standardgetränk ist er ein Produkt einer symbiotischen Beziehung zwischen Bakterien und Hefe.
Lernen Sie den SCOBY kennen: Der biologische Motor
Das Herzstück jeder Kombucha-Charge ist der SCOBY. Das steht für Symbiotische Kultur aus Bakterien und Hefe.
Für eine normale Person sieht es aus wie ein gummiartiger, beiger Pfannkuchen. Für einen Wissenschaftler ist es ein hochorganisierter "Biofilm" – eine lebendige Stadt, in der Milliarden von Mikroben zusammenarbeiten.
Wie die "Stadt" funktioniert:
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Die Hefe: Zuerst "erwacht" die Hefe im SCOBY und verzehrt den Zucker, den Sie dem Tee hinzugefügt haben. Sie wandelt diesen Zucker in Ethanol (Alkohol) und Kohlendioxid (das Sprudeln) um.
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Die Bakterien: Dann nehmen die Bakterien (Acetobacter) dieses Ethanol und wandeln es in organische Säuren um – wie Essigsäure und Gluconsäure.
Diese 7- bis 21-tägige "Übergabe" ist der Grund, warum Kombucha diesen charakteristischen herben, essigartigen Geschmack hat. Wenn die Bakterien ihre Arbeit nicht tun würden, hätten Sie nur alkoholischen Tee!
Der große Zuckermythos
Eine der häufigsten Fragen, die wir in Großbritannien erhalten, ist: "Wenn es gesund ist, warum steht dann Zucker auf der Zutatenliste?"
Hier ist die wissenschaftliche Wahrheit: Der Zucker ist nicht für Sie; er ist für die Mikroben. Zucker ist der Brennstoff, der den SCOBY am Leben erhält. Während des Fermentationsprozesses verbrauchen die Bakterien und Hefe den Großteil dieses Zuckers. Wenn Sie ihn trinken, ist ein roher, traditionell hergestellter Kombucha sehr zuckerarm, aber reich an den wohltuenden Säuren und B-Vitaminen, die während des Prozesses entstehen.
Echter Kombucha vs. "Kombucha-Limonade"
Da Kombucha beliebt ist, haben viele große Getränkeunternehmen begonnen, "gefälschte" Versionen herzustellen. Als Verbraucher müssen Sie den Unterschied kennen:
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Echter, roher Kombucha: Er ist unpasteurisiert und "lebendig". Möglicherweise sehen Sie ein wenig Sediment am Boden der Flasche – das ist ein gutes Zeichen! Es bedeutet, dass die Mikroben noch vorhanden sind. Er muss im Kühlschrank aufbewahrt werden, um eine Überfermentation der Bakterien zu verhindern.
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Kombucha-aromatisierte Limonade: Einige Marken nehmen einen sterilen, sprudelnden Tee, fügen etwas Kombucha-Aroma hinzu und pasteurisieren ihn dann (töten alles ab), damit er monatelang in einem warmen Regal stehen kann. Dies ist im Grunde nur "toter" Tee mit Bläschen. Er enthält keine der organischen Säuren oder lebenden Kulturen, die echten Kombucha zu einem Gesundheitselixier machen.
Warum Ihre Leber organische Säuren liebt
Die "Geheimwaffe" des Kombuchas sind nicht nur die Probiotika; es sind die organischen Säuren. Insbesondere die Glucuronsäure. In klinischen Studien wurde gezeigt, dass diese Säure die Leber bei der "Konjugation" unterstützt – ein ausgefallenes Wort für das Festhalten von Toxinen und deren Ausscheidung aus dem Körper.
Wenn Sie rohen Kombucha trinken, bekommen Sie nicht nur ein erfrischendes Getränk; Sie geben Ihrem Körper ein biologisches Werkzeug, um sich selbst zu reinigen.
So wählen Sie eine echte Brauerei aus
Wenn Sie bei Whole Foods Earth oder in Ihrem örtlichen unabhängigen Geschäft einkaufen, achten Sie auf diese drei Wahrheitsmerkmale:
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"Gekühlt aufbewahren": Wenn es keinen Kühlschrank benötigt, wurde es wahrscheinlich wärmebehandelt (tot).
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"Roh/Unpasteurisiert": Dies stellt sicher, dass die Enzyme und Säuren intakt sind.
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Zuckerarm (nach der Fermentation): Überprüfen Sie das Nährwertetikett. Ein echtes Ferment sollte weniger als 4 g oder 5 g Zucker pro 100 ml enthalten.

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