Nicht alle Mandeln sind gleich. Die Mandeln, die wir beziehen, stammen aus Spanien, und das ist eine bewusste Entscheidung und kein glücklicher Zufall. Spanische Mandeln genießen bei Bäckern, Chocolatiers und Köchen aus gutem Grund einen guten Ruf: Sie haben mehr Geschmack, mehr Öl und eine Tiefe, die man von den großen, gleichmäßigen, stark bewässerten Nüssen, die den Weltmarkt dominieren, einfach nicht bekommt. Hier erfahren Sie, wo und wie sie wachsen und warum die spanische Art so gute Mandeln hervorbringt.
Wo sie wachsen
Spanien ist eines der ältesten Mandelanbauländer der Welt, und seine Obstgärten erstrecken sich über einen sonnenverwöhnten Gürtel entlang der östlichen und südlichen Seite des Landes. Die klassischen Regionen sind die Levante im Südosten, um Alicante und Murcia, sowie Katalonien, Valencia, Aragon und Andalusien. Jedes Gebiet hat sein eigenes Mikroklima und seinen eigenen Boden, weshalb Spanien eine so reiche Mischung traditioneller Sorten anstelle einer einzigen kommerziellen anbaut.
Zwei dieser Sorten stechen hervor. Marcona ist die berühmte Sorte: rund, prall und buttrig, mit einem süßen, zarten Geschmack, der sie zur Mandel hinter klassischem Turron und Marzipan macht. Es ist eine rein spanische Sorte, keine Veredelung oder Hybride, und man geht davon aus, dass sie um Alicante herum entstanden ist. Largueta ist die andere große spanische Mandel, länger und flacher mit einem festeren Biss, traditionell in Katalonien, Valencia, Aragon und Murcia angebaut. Zusammen zeigen sie genau, was spanisches Terroir leisten kann.
Wie sie wachsen: der Unterschied des Trockenanbaus
Das ist der Kern, warum spanische Mandeln so schmecken, wie sie schmecken. Die meisten spanischen Mandelbäume, etwa 83 Prozent der Anbaufläche, werden regenbewässert oder trocken angebaut. Das bedeutet, dass die Bäume nicht nach Bedarf bewässert werden. Stattdessen leben sie von den tief im Boden gespeicherten Winterregen, und sie müssen dafür durch den langen, heißen mediterranen Sommer arbeiten.
Dieses Klima mit milden Wintern und heißen Sommern ist ideal für Mandeln, aber das Fehlen von Bewässerung ist der clevere Teil. Ein Baum unter leichtem Wasserstress produziert weniger, kleinere Nüsse, aber er konzentriert alles in ihnen. Spanische Mandeln haben letztendlich einen höheren Ölgehalt, was ihnen diese weiche, saftige Textur und den intensiven Geschmack verleiht. Forschungen an regenbewässerten spanischen Obstgärten haben sogar ergeben, dass diese Art von Wasserstress den Polyphenol- und Antioxidantiengehalt der Mandeln erhöhen kann, so dass die Nüsse nicht nur schmackhafter, sondern auch nährstoffreicher sind.




